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Huckzter

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Freitag, 8. Mai 2015, 15:41

Wer ist der mysteriöse Rapper auf Michael Jacksons „Black or White“?

Von Jamie Lee Curtis Taete

Vor ein paar Jahren haben ich beim Autofahren den Song „Black or White" von Michael Jackson im Radio gehört. Als der Rap-Teil kam („See, it's not about races, just places, faces, where your blood comes from is where your space is" etc.), wurde mir klar, dass ich keinen blassen Schimmer hatte, wer da überhaupt zu hören war. Nach einer schnellen Onlinesuche wusste ich, dass der Mann die Initialen L.T.B. hatte, und soweit ich sehen konnte, hatte er vor und nach dem Rappen dieser Strophe nichts getan.

Ich erwähnte dies einem Freund gegenüber, der wiederum dem Produzenten des Songs, Bill Bottrell, eine E-Mail schickte. Der Text des Raps soll von Bottrell verfasst worden sein; mein Freund bat um mehr Informationen zu dem Mann, der ihn vertont hatte.

Bottrell antwortete am selben Tag mit einer E-Mail-Adresse, die angeblich L.T.B. gehörte. Ich schickte eine Interviewanfrage, doch es kam nie eine Antwort.

Das Rätsel um L.T.B. spukte mir die nächsten Jahre im Hinterkopf herum und kam jedes Mal, wenn ich den Song hörte, wieder zum Vorschein. Jedes Mal ging ich wieder online und versuchte herauszufinden, wer der mysteriöse Rapper war, doch ich hatte nie Erfolg. Trotz der Tatsache, dass er auf einem Song zu hören war, der in mehr als 20 Ländern die Nummer 1 gewesen ist, mit einem Musikvideo, das Rekorde sprengte, als 500 Millionen Menschen sich die Premiere ansahen, beschränkt sich seine Präsenz im Internet auf Listen der Mitwirkenden für „Black or White" und ungelöste Frage-Threads, in denen nach seiner Identität geforscht wird.

Dann, nachdem ich den Song letzte Woche wieder hörte, dachte ich mir „Scheiß drauf" und schrieb Bottrell noch einmal. Ich fragte, ob er mir von dem Rap erzählen könne. „Das kann ich tun", schrieb er zurück. „Es ist keine lange Geschichte."

Als ich am folgenden Tag mit Bottrell telefonierte, gab er zu, dass er der Interpret des Raps war. Er hatte L.T.B. als Pseudonym verwendet. Er erklärte mir, er habe vorgehabt, sich unter der E-Mail-Adresse, die er meinem Freund gegeben hatte, als L.T.B. auszugeben, um uns hinters Licht zu führen. „Ich wollte ein Täuschungsmanöver machen", erklärte er, doch dann habe er es sich anders überlegt, als ihm klar geworden sei, dass es vermutlich schiefgehen würde. „Ich glaube, es gibt viele Menschen, die schon die Wahrheit kennen, und der Witz hätte nicht so gut funktioniert", sagte er.

Die Geschichte, in der Bottrell in gewisser Weise zu einem der beliebtesten Rapper der 1990er wurde, trug sich zu, weil „Black or White", ein Song, den er mit Michael Jackson geschrieben und den er produziert hatte, ein großes Loch in der Mitte hatte. „Nach den ersten paar Tagen hatten wir den Kern des Songs, die Strophen und den Refrain, und Michael sang alles sehr früh ein", sagte er mir. „Wir hatten nur dieses klaffende Loch im Mittelteil, das uns einfach monatelang zu schaffen machte."

Die Idee zu dem Rap kam Bottrell eines Morgens bei sich zu Hause. Er schrieb einen Text, der von den Themen in Jacksons Strophen inspiriert war, nahm eine vorläufige Version auf, die nur als Platzhalter dienen sollte, und spielte es Jackson vor. „Er war begeistert", sagte Bottrell mir gegenüber.

Bottrells ursprünglicher Plan für den Rap war es gewesen, einen tatsächlichen Rapper an Bord zu holen, der seine Platzhalterversion neu aufnehmen sollte. Er schlug Jackson LL Cool J und Heavy D vor, die beide im Studio waren und an anderen Tracks für das Album arbeiteten.

Jackson bestand aber darauf, dass Bottrells Aufnahme verwendet wurde. Dem Produzenten war, wie er mir gestand, nicht ganz wohl bei der Sache. „Ich bin Songschreiber und Plattenproduzent", sagte er. „Ich bin kein Rapper und ich hatte wirklich nicht vor, ein weißer Typ zu sein, der auf diesem Song rappt."

Doch Jackson beharrte darauf—möglicherweise, so meint Bottrell, eben weil er weiß und kein Rapper ist. „Die Tatsache, dass ich weiß bin und diesen Rap gemacht habe, passt zum Inhalt des Songs. In seiner Vorstellung fügte sich so alles zusammen."

Also stimmte Bottrell zu, doch er wollte ein Pseudonym verwenden, weil ihm immer noch etwas unwohl dabei war. Er entschied sich für L.T.B.—als Anspielung auf die 50er-Jahre-Sitcom Leave it to Beaver (dt. Titel: Erwachsen müsste man sein). „Da geht es um einen weißen Vorstadtjungen. Ich mache mich über mich selbst lustig", sagte er.

Jacksons Vertrauen in seine Rap-Skills stellte sich als gerechtfertigt heraus. Nachdem der Song Millionen von Platten verkauft und sieben Wochen an der Spitze der US-Charts verbracht hatte, fing Bottrells Manager an, Anfragen zu bekommen: L.T.B. sollte ein ganzes Album aufnehmen.

Obwohl der Rap-Teil auf „Black or White" mir seit Jahren Rätsel aufgegeben hatte, wurde laut Bottrell das Geheimnis um die Identität von L.T.B. schon früher öffentlich gelüftet. Das war 2001 in einem Interview mit Sound of Sound, einer Zeitschrift, die sich als „das weltweit führende Magazin über Musikaufnahmetechnik" bezeichnet. Doch Bottrell sagte, die Offenbarung habe aufgrund der technischen Thematik der Zeitschrift kaum Beachtung bekommen. (Beispielzitat: „Ich habe einfach eine Kramer American mit dem Mesa Boogie verstärkt, mit einem Beyer M160 mikrofoniert und dadurch zur Begleitung seines Gesangs diesen körnigen Sound erhalten.")

Ich bin kein Musikexperte, doch mir fällt kein früheres Beispiel dafür ein, dass ein riesiger Popstar im letzten Drittel des Songs einen Rapper für eine Gaststrophe an Bord holt (etwas, das heute allgegenwärtig ist, ob auf „Umbrella" von Rihanna oder „Beauty and a Beat" von Justin Bieber). Ich fragte Bottrell, ob er hier tatsächlich eine Vorreiterrolle gespielt habe. Er sagte, er habe sich noch nie wirklich Gedanken darüber gemacht, doch ihm falle auch kein früheres Beispiel ein.

Er erklärte außerdem, er habe eine alternative Version aufnehmen müssen, weil Mainstream-Radiosender damals ein Rap-Verbot hatten und den Song sonst nicht gespielt hätten. „Ich denke, diese Scheibe hat möglicherweise ein paar Türen geöffnet", erklärte er. „Alles braucht seine Zeit, stimmt's? Es änderte sich im Laufe der nächsten zwei Jahre, also sehr schnell."

Als ich sagte, dies könne bedeuten, dass Bottrell, ohne es zu merken, einer der einflussreichsten Rapper aller Zeiten sei, unterbrach er mich mit einem Lachen. „Stopp", sagte er. „Nein. Fang erst gar nicht davon an."

Quelle: http://www.vice.com/de/read/wer-ist-der-…ck-or-white-999

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Huckzter

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Mittwoch, 13. Mai 2015, 15:40

Der mysteriöse Rapper auf Black or White

Ein Journalist hat das Geheimnis um den unbekannten Rapper “L.T.B.” auf Black or White gelöst. Wobei das Geheimnis eigentlich schon vor 23 Jahren gelüftet wurde.

Er habe Bill Bottrell, den Co-Produzenten von Black or White, per Mail kontaktiert und um Infos zum mysteriösen Rapper “L.T.B.” auf dem internationalen Nr. 1 Hit gebeten, schreibt Journalist Jamie Lee Curtis Taete. Bottrell habe ihm geantwortet und eine angebliche Mailadresse von “L.T.B.” rausgerückt. Doch der vermeintliche “LTB” meldete sich nie. Nachdem er bei Bottrell nachhackte, weiss der Autor nun endlich, dass er an der Nase rum geführt wurde und es sich beim unbekannten Rapper um den Co-Produzenten von Black or White selbst, Bill Bottrell, handelt. Der Artikel inklusive Interview mit Bottrell kann hier gelesen werden.

Eigentlich wurde das Geheimnis um den Rapper auf dem bis heute vielgespielten Lied, bereits im November 1991 gelüftet. Auf der Pressemitteilung, die Sony mit den Promo-Singles versandte, stand schwarz auf weiss, dass der Rapper auf dem Track Bill Bottrell sei. Das Pseudonym “L.T.B.” wurde nicht mal erwähnt. Jackson.ch hat das Sony-Schreiben im Archiv aufbewahrt. Bill Bottrell erklärt, dass Michael und er während Monaten nicht wussten, wie sie die gähnende Lücke in der Songmitte von Black or White ausfüllen sollten. Eines Morgens kam Bill Bottrell die Idee für einen Rap, als er noch zu Hause war. Also ging Bottrell ins Studio und nahm eine Rap-Version auf, die er selbst geschrieben hatte und zum Thema des Songs passte. Diese sei aber mehr als temporärer Lückenfüller gedacht gewesen und er spielte Michael Jackson den Rap vor. “Er liebte ihn auf Anhieb”, sagt Bottrell

Er habe Michael dann vorgeschlagen, einen neuen Rap von LL Cool J oder Heavy D anzufordern, die Beide für andere Dangerous-Soungs im Studio waren. Doch MJ habe darauf beharrt, den Rap von Bill Bottrell auf dem Song zu behalten. Bottrell habe dies nicht gefallen. “Ich bin ein Songschreiber und Aufnahmeproduzent”, sagt er. “Ich bin kein Rapper, und beabsichtigte nicht ein weisser Typ zu sein, der darauf rappt.” (Anmerkung: Der Song mit LL Cool J, “Serious Effect”, wurde letztendlich nicht auf Dangerous gepresst, kann aber im Internet gefunden werden.) Doch genau seiner weissen Hautfarbe wegen, habe Michael unbedingt ihn als Rapper behalten wollen, vermutet Bottrell. “Der Fakt, dass ich Weiss bin und diesen Rap machte, der das Thema des Songs anspricht. Also passte alles perfekt zusammen, seiner Ansicht nach.”

Da ihm dabei nicht ganz wohl war, so Bottrell, habe er entschieden, den Rap unter dem Pseudonym “L.T.B.” zu veröffentlichen. Eine Anspielung auf die Show “Leave It to Beaver”. Bill Bottrell: “Es ist ein weisses Vorstadtkind, ich nehme mich selbst auf den Arm.” Als Black or White dann im November 1991 international die Spitzenplätze der Charts eroberte, habe Bottrells Manager mehrere Anrufe erhalten von Leuten aus der Musikindustrie, die mit “L.T.B.” ein komplettes Rap-Album aufnehmen wollten. Damals war Rap, insbesondere ausserhalb der USA, noch nicht sehr populär. In einer Single-Edit wurde der Rap-Teil von Black or White gar rausgeschnitten, da sich gewisse Radiosender Anfang 90er weigerten, Rap-Songs zu spielen.

Quelle: http://www.jackson.ch/der-mysterioese-ra…black-or-white/ , vice.com

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